Wissenswertes

Goalball

Illlustration GoalballGoalball ist ein Mannschaftssport für Sehbehinderte und Blinde. Gespielt wird auf einem 9 m x 18 m großen Feld mit 2 Toren. Jede Mannschaft besteht aus 3 Spielern, die aus Gründen der Chancengleichheit während des Spiels undurchsichtige Brillen tragen. Die Spieler sind während des Spiels somit völlig blind und müssen sich ausschließlich auf ihr Gehör und auf ihren Tastsinn verlassen.

Der Goalball ist im Inneren mit Glöckchen ausgestattet, so dass er von den Spielern akustisch wahrgenommen werden kann. Ziel ist es, den Goalball - der einem Basketball ähnelt - in das gegnerische Tor zu rollen, wobei die Gegenspieler versuchen den Ball durch Körpereinsatz abzuwehren.

Handbike

HandbikeDas Handbike wird mit den Armen über eine Handkurbel (ähnlich der Tretkurbel beim Fahrrad) und mittels Schaltung angetrieben. Es wird auch Adaptiv- oder Ankoppelbike genannt. Für diesen Rollstuhlsport benötigt man keine besonderen Vorkenntnisse und somit ist ein unkomplizierter Einstieg möglich. Je nach Behinderung können die Bikes problemlos angepasst werden. Diese Sportart kann jederzeit und nahezu überall ausgeübt werden. So können u. a. auch gewöhnliche Radtouren mit der Familie oder Freunden unternommen werden.

Der Unterschied zu Rollstuhlfahrern besteht darin, dass Handbiker wegen der vorhandenen Kurbelübersetzung in der Regel wesentlich schneller sind als  Rollstuhlfahrer.

Tischtennis

TischtennisTischtennis gehört neben Basketball zu der beliebtesten Sportart im Rollstuhl. Bis auf wenige Ausnahmen wird nach den allgemeinen Tischtennisregeln gespielt. Die wichtigsten Besonderheiten sind hierbei, dass der Aufschlag so gespielt werden muss, dass der Ball die Platte an der Stirnseite verlässt. Er darf weder mit Rückwärtsdrall noch seitlich ausgehend gespielt werden. Des Weiteren darf der Spieler während des Ballwechsels den Boden nicht mit den Füßen berühren oder sich im Rollstuhl soweit aufrichten, dass der Kontakt zur Rollstuhlsitzfläche nicht mehr besteht.

Spitzenspieler können auch Konkurrenten in „normalen“ Tischtenniswettbewerben sein. Je nach Einschränkung werden Rollstuhl-Tischtennisspieler bei nationalen oder internationalen Wettkämpfen in elf verschiedene Wettkampfklassen eingeteilt.

Rollstuhl-Basketball

BasketballBeim Rollstuhl-Basketball, einer paralympischen Disziplin, dürfen neben Spielern mit körperlichen Behinderungen auch Nichtbehinderte mitspielen. Es gelten die Regeln des klassischen Basketballs. Zudem gibt es ein Klassifizierungssystem, um einen Ausgleich zwischen Spielern mit unterschiedlich starken Behinderungen herzustellen.

Ein Team besteht aus 5 Feldspielern und bis zu 7 Ersatzspielern. Gespielt werden 4 x 10 Minuten auf einem Feld in der Größe von 15 m x 28 m. Wie beim herkömmlichen Basketball müssen die Spieler den Ball dribbelnd kontrollieren. Für einen Angriff bleiben 24 Sekunden Zeit um einen Korb zu erzielen. Beim Rollstuhl-Basketball ist es den Spielern nicht erlaubt während des Spiels die Spielfläche mit den Füßen zu berühren.

Blindenschach

BlindenschachbrettBlindenschach wird nach den allgemein offiziellen Spielregeln des Weltschachbundes und der sogenannten Zweibrett-Regel für Blinde und Sehende gespielt. Beim Blindenschach muss mindestens ein Spieler blind oder extrem sehbehindert sein. Dabei benutzen die blinden Spieler spezielle Steckschachspiele, die dazu dienen, die Figuren besser befühlen zu können ohne dass diese umfallen oder verrutschen. Die Spielfiguren beim Steckschach sitzen fest, da die Felder in der Mitte kleine Löcher aufweisen. In diese Löcher können die Schachfiguren, die an ihrer Unterseite mit geeigneten Fortsätzen ausgestattet sind, eingesteckt werden. Die schwarzen Figuren sind zusätzlich mit aufgesetzten Kügelchen versehen, damit der blinde Spieler sie von den weißen Figuren unterscheiden kann. Die weißen und schwarzen Felder auf dem Spielbrett sind zudem durch die leicht unterschiedlichen Höhen befühlbar.

Beide Spieler müssen ihren Spielzug laut ansagen und anschließend entsprechend ausführen. Nach den Regeln im Blindenschach gilt eine Figur als berührt und muss gespielt werden, wenn der Spieler die Figur aus dem Steckloch heraus nimmt.